Indonesien
ist ein globaler Entwicklungspartner Deutschlands. Beide Staaten arbeiten in
der Gruppe der zwanzig wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G20)
zusammen. Deutschland unterstützt die Süd-Süd-Zusammenarbeit und die Bemühungen
Indonesiens um geringer entwickelte Staaten in Form von Dreieckskooperation.
Das Auswärtige Amt zählt Indonesien zu den globalen Gestaltungsmächten.
Das Leitbild einer nachhaltigen und ausgewogenen Entwicklung wird in
Deutschland oft mit drei Begriffen dargestellt:
Produktives
Wirtschaftswachstum
Soziale
Gerechtigkeit
Ökologische
Nachhaltigkeit.
Indonesien
formuliert die Nachhaltigkeit und die Ausgewogenheit des Wachstums mit den
Begriffen: Für Wachstum, für Beschäftigung, für die Armen und für die Umwelt
(pro growth, pro jobs, pro poor and pro environment). Die Leitbilder zeigen ein
großes Maß an Übereinstimmung.
Die
deutsche Entwicklungszusammenarbeit ist an den Millenniums- Entwicklungszielen
der Vereinten Nationen und an den von Partnerländern entwickelten Strategien
zur Armutsbekämpfung ausgerichtet. Deutschland und Indonesien sind sich über die
in Busan (Korea) 2011 verabschiedeten Kriterien einer wirksamen Hilfe einig.
Indonesien kommt die Rolle der Koordinierung seiner Entwicklungspartner zu.
Die gemeinsamen Vorhaben konzentrieren sich auf drei Schwerpunkte:
Die gemeinsamen Vorhaben konzentrieren sich auf drei Schwerpunkte:
1.
Klimawandel und nachhaltige Entwicklung
2.
Privatsektorentwicklung
3.
Gute Regierungsführung/Dezentralisierung
Klimawandel und nachhaltige Entwicklung
Deutschland
unterstützt Indonesien bei seinen Bemühungen, wirtschaftliche Entwicklung mit
dem Schutz des Klimas und seiner natürlichen Ressourcen in Einklang zu bringen.
Dabei orientiert sich die EZ an den nationalen, regionalen und sektoralen
Klimaaktionsplänen. Die deutsche EZ fördert dabei insbesondere die Bereiche
„Wald und Klimaschutz“, „Klimaschutz in Städten“ sowie „Erneuerbare Energien“.
Der Subsektor „Wald und Klimaschutz“ knüpft an die langjährige Erfahrung der deutschen Entwicklungszusammenarbeit in der indonesischen Waldwirtschaft an. Hierbei steht die Verringerung von Emissionen aus Entwaldung und zerstörerischer Waldnutzung (engl. abgekürzt REDD) im Vordergrund. Die Lebensgrundlage der Millionen Menschen, die vom indonesischen Wald leben, wird gesichert, der Wald als Wassereinzugsgebiet und die Biodiversiät, die einmalige Artenvielfalt der Naturwälder werden erhalten. Anreizsysteme zum wirtschaftlichen Schutz der Wälder für die betroffenen Gemeinden sollen Wege eröffnen, Waldschutz und wirtschaftliche Entwicklung in Einklang zu bringen. Gleichzeitig sollen wichtige Erfahrungen für die internationale Debatte um einen wirksamen, armutsrelevanten und effizienten internationalen Finanzierungsmechanismus gewonnen werden. Dieser wird unter der Bezeichnung REDD+ auf den
Der Subsektor „Wald und Klimaschutz“ knüpft an die langjährige Erfahrung der deutschen Entwicklungszusammenarbeit in der indonesischen Waldwirtschaft an. Hierbei steht die Verringerung von Emissionen aus Entwaldung und zerstörerischer Waldnutzung (engl. abgekürzt REDD) im Vordergrund. Die Lebensgrundlage der Millionen Menschen, die vom indonesischen Wald leben, wird gesichert, der Wald als Wassereinzugsgebiet und die Biodiversiät, die einmalige Artenvielfalt der Naturwälder werden erhalten. Anreizsysteme zum wirtschaftlichen Schutz der Wälder für die betroffenen Gemeinden sollen Wege eröffnen, Waldschutz und wirtschaftliche Entwicklung in Einklang zu bringen. Gleichzeitig sollen wichtige Erfahrungen für die internationale Debatte um einen wirksamen, armutsrelevanten und effizienten internationalen Finanzierungsmechanismus gewonnen werden. Dieser wird unter der Bezeichnung REDD+ auf den
Weltklimakonferenzen erörtert.
In
dem Bereich „Klimaschutz in Städten" wird die indonesische Regierung
hinsichtlich der Umsetzung einer langfristigen Strategie zur kohlenstoffarmen
Entwicklung unterstützt. Mit dem Privatsektor wird über „Green Financing“ zur
Förderung privater Investitionen in energie-effiziente Technologien
zusammengearbeitet. Beim nachhaltigen Abfallmanagement und im öffentlichen
Nahverkehr werden modellhafte Ansätze zur Emissionsreduktion gefördert.
Insgesamt umfasst dieser Bereich somit die wichtigsten städtischen
Emissionsquellen. Zudem wird die Ausbildung von Führungskräften zur Entwicklung
globaler und nachhaltiger Lösungsansätze gefördert.
Der Bereich „Erneuerbare Energien“ unterstützt die indonesische Regierung bei dem Ausbau seiner Energieerzeugung aus erneuerbaren Quellen. Als schnell wachsendes Schwellenland wächst der Energieverbrauch rapide an. Neben Maßnahmen zur Effizienzsteigerung kommt dem Ausbau der Erneuerbaren Energien eine Schlüsselrolle zu, um Wirschaftsentwicklung und Klimaschutz in Einklang zu bringen. Die deutsche EZ arbeitet mit Indonesien beim Ausbau der Geothermie zusammen und bereitet Engagements in Bereich der erneuerbaren ländlichen Elektrifizierung und der nachhaltigen Entwicklung der Wasserkraft vor.
Der Bereich „Erneuerbare Energien“ unterstützt die indonesische Regierung bei dem Ausbau seiner Energieerzeugung aus erneuerbaren Quellen. Als schnell wachsendes Schwellenland wächst der Energieverbrauch rapide an. Neben Maßnahmen zur Effizienzsteigerung kommt dem Ausbau der Erneuerbaren Energien eine Schlüsselrolle zu, um Wirschaftsentwicklung und Klimaschutz in Einklang zu bringen. Die deutsche EZ arbeitet mit Indonesien beim Ausbau der Geothermie zusammen und bereitet Engagements in Bereich der erneuerbaren ländlichen Elektrifizierung und der nachhaltigen Entwicklung der Wasserkraft vor.
Privatsektorentwicklung
Ein weiteres zentrales Anliegen der
deutschen EZ im Sinne der Millennium-Entwicklungsziele ist die Förderung eines
sozial ausgewogenen Wirtschaftswachstums. Damit soll möglichst vielen Menschen
eine aktive Teilnahme am Wirtschaftsleben ermöglicht werden. Grundvoraussetzung
hierfür ist ein wettbewerbsfähiger Privatsektor und der Zugang einer breiten
Bevölkerung zu mehr Bildung. Ein ausreichendes Angebot an gut ausgebildeten
Arbeitskräften ist ein wichtiger Faktor für die Wettbewerbsfähigkeit von
Unternehmen. Der deutsche Beitrag in Indonesien konzentriert sich daher auf die
Bereiche Privatwirtschaftsförderung und Berufliche Bildung/Arbeitsmarkt. Die
Entwicklung der kleinen und mittelständischen Unternehmen steht dabei im
Vordergrund.
Gute
Regierungsführung/Dezentralisierung
Die öffentlichen Dienstleistungen stehen im
Vordergrund. Dezentralisierung und Demokratisierung sind Schlüsselbegriffe,
denn allmählich werden alte autoritäre Strukturen zugunsten partizipativer
Prozesse aufgebrochen. Die deutsche EZ hat die indonesische Regierung bei der
Dezentralisierung und der Schaffung eines gesetzlichen Rahmens an
entscheidenden Stellen unterstützt und die Fähigkeiten lokaler
Verwaltungsmitarbeiter durch Capacity Building gestärkt, wie zum Beispiel mit
dem Vorhaben „Minderung von Georisiken“, da Katastrophenschutz und –vorsorge
nunmehr kommunale Aufgaben sind.
Deutschland hat sich mit öffentlichen Mitteln und erheblichen Spenden aus der Bevölkerung am Wiederaufbau in der Provinz Aceh und Nias nach dem Tsunami vom 26.12.2004 beteiligt. Schwerpunkte bildeten das Hausbauprogramm und der Wiederaufbau der Berufsschulen, sowie die Unterstützung der lokalen Verwaltung, der Gesundheitsversorgung und die Förderung von wirtschaftlichen Aktivitäten.













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