Nicht immer standen Sportlichkeit und Fairness im Mittelpunkt des Rennens. Schon die zweite Tour de France 1904 bot handfeste Skandale. Manipulationen wie Nägel auf der Fahrbahn und Zugfahrten als Abkürzung sorgten für Unmut unter den Fahrern und in der Öffentlichkeit. Erst im Dezember 1904 konnte ein französisches Gericht Henri Cornet als Sieger der Tour ernennen, da vorher eine objektive Bewertung unmöglich war. Für den Moment stand das Radrennen vor dem Aus. Schließlich entschieden sich die Urheber der "großen Schleife" aber doch, die Tour weiter zu veranstalten.
Infolge des Ersten Weltkriegs war das Starterfeld der Tour 1919 mit nur 67 Fahrern vergleichsweise klein. Die teilnehmenden Fahrer mussten teilweise zerstörte Gebiete durchfahren. Auch die Wetterbedingungen meinten es in diesem Jahr nicht gut mit den Sportlern. Ins Ziel kamen schließlich nur zehn der 67 Gestarteten.
Über die Jahre hinweg kommt es während der Tour de France zu einigen tragischen Vorfällen. Im Jahr 1910 verunglückt der Franzose Adolphe Heliere, als er an einem Ruhetag an der Côte d'Azur baden geht. Nach einem Sturz kommt der Spanier Francisco Cepeda 1935 ums Leben, als er vom Berg Galibier abfährt. 1967 stirbt der Brite Tom Simpson an einem Hitzschlag. Im Nachhinein wird in seinem Körper ein erhöhter Amphetaminwert festgestellt. Die erste Doping-Diskussion der Tour de France kommt in Gang. 1995 muss die Tour ein weiteres Unfallopfer beklagen. Der Italiener Fabio Carsatelli stirbt an den Folgen eines Sturzes bei einer Bergabfahrt.
Jumat, 04 Januari 2013
Historische Skandale und tragische Vorfälle
19.47
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